Inhalt - Swiss ICT Award 2014: Die Gewinner

Schweizer ICT-Leistungen für Olympische Spiele und für Twitter ausgezeichnet

Luzern/Zürich, 6. November 2014 -- Der Gewinner des renommierten Swiss ICT Award 2014 ist bekannt: es ist die Basler iart mit ihrem Projekt „MegaFaces“, das für die olympischen Winterspiele in Sotschi entwickelt wurde. Mit einem Special Award würdigt die Jury die Leistung von Prof. Martin Odersky von der EPFL Lausanne. Auf seiner Programmiersprache Scala beruht bspw. Twitter. Als Newcomer 2014 ausgezeichnet wird das Lausanner Startup iRewind und den Public Award erhält das Geoportal des Bundes.

Die prestigeträchtigen Swiss ICT Awards sind vergeben. Die unabhängige, interdisziplinäre Jury vergibt sie seit 2004. Dieses Jahr ausgezeichnet werden drei herausragende Schweizer Firmen mit ihren innovativen, ICTbasierten Projekten sowie eine Persönlichkeit, die als Pionier und Vorbild für die gesamte Schweizer ICT-Branche gelten kann. Die Preisträger und die Jurybegründungen:

Swiss ICT Award 2014:
iart mit MegaFaces

Es sei der "Mount Rushmore im digitalen Zeitalter": mit MegaFaces können in einem von iart entwickelten 3D-Fotoautomaten dreidimensionale Objekte (Gesichter) gescannt und als bis zu acht Meter hohe, leuchtende Reliefs plastisch wiedergegeben werden. Entwickelt wurde MegaFaces für die olympischen Winterspiele in Sotschi 2014.

Die Jury-Begründung für die Auszeichnung: Neben der Komplexität der gesamten Installation und all den Innovationen, die darin stecken, hat die Jury besonders beeindruckt, dass die interdisziplinäre Lösung, die Software und Hardware verbindet, bis ins kleinste Detail von iart entwickelt und realisiert wurde. Neben der ersten dreidimensional ansteuerbaren, grossflächigen LED-Wand kamen eigens für das Projekt entwickelte 3D-Fotoautomaten und Softwarekomponenten zum Einsatz, die so auf dem Markt bis anhin nicht erhältlich waren. iart ist ein herausragendes Beispiel, was Schweizer IT alles sein kann und möglich macht.

Swiss ICT Special Award 2014:
Martin Odersky, Professor für Programmiermethoden an der École polytechnique fédérale Lausanne, Begründer der Programmiersprache Scala

Martin Odersky wird von der Jury mit dem Special Award ausgezeichnet für die Entwicklung der Sprache Scala, die das Beste aus den Welten der funktionalen und der objektorientierten Programmierung vereint. Momentan findet ein Paradigmen-Wechsel in der Software-Entwicklung statt, weil vermehrt die funktionale Programmierung eingeführt wird. Scala ist die typische Brückensprache: Es unterstützt funktionale Programmierung, kombiniert sie aber mit den klassischen objektorientierten Methoden. Scala, auf der unter anderem Twitter basiert, wird von vielen als möglicher Nachfolger für die Java-Sprache auf der JVM-Plattform gesehen. Oderskys Sprache ist plattformunabhängig, erweiterbar und skalierbar, so dass sie mit den Anforderungen der Benutzer und der nächsten Software-Generation wächst.

Odersky, deutscher Staatsbürger, lehrt an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL). Er repräsentiert als ein weiteres internationales Aushängeschild die Innovationskraft und die erfolgreiche kommerzielle Umsetzung von Forschungsprojekten in der Industrie, in der besten Tradition schweizerischer Hochschulen.

Swiss ICT Newcomer Award 2014:
iRewind mit AirRewind – OnAirCamera

iRewind hat die Jury überzeugt mit ihrem patentierten OnAirCamera-System, welches Filmkameras und Software mit einer Smartphone-App und Geolokalisierung kombiniert und Multiangle-HD-Aufnahmen ohne Server oder mobile Datenverbindung direkt auf ein Smartphone streamt.

Die Jury-Begründung für die Auszeichnung: Die Entwicklungen im Video-Markt, die steigende Vernetzung und die stetig wachsende Benutzung von Smartphones, sind Zeichen dafür, dass in einer Kombination dieser Elemente ein enormes Marktpotential liegt und mit neuen Lösungen der Markt bewegt und verändert werden wird. Diese Schweizer Lösung ist eine technisch hervorragende Lösung eines aktuellen Mega-Trends und verbindet zeitnahe Innovation mit hochwertiger Umsetzung.

Swiss ICT Public Award 2014:
Bundesamt für Landestopografie swisstopo mit map.geo.admin.ch

Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo vermisst die Schweiz, erhebt und dokumentiert Veränderungen der Landschaft (geologische, geodätische und topografische) und stellt Karten der Schweiz her. Version 3 von map.geo.admin.ch – dem Kartenviewer des Bundes – macht Geodaten und Karten schneller, mobiler und flexibler nutzbar, dank OpenSource Software, Cloud-Computing und einer Mobile Web-App basierend auf HTML5. Für diese Leistungen wurde swisstopo in einem Online-Voting zum Publikumsliebling unter allen Finalisten gewählt.

„Wichtigste Auszeichnung der Schweizer ICT-Branche“

Der Swiss ICT Award wurde am 6. November an einer Gala im KKL vergeben, an welcher swissICT-Präsident Dr. Thomas Flatt rund 800 Gäste aus der ICT-Branche, Wirtschaft, Forschung und Politik begrüssen durfte.

Laut Medien gilt der Swiss ICT Award als „wichtigste Auszeichnung der Schweizer ICT-Branche“ (Handelszeitung) und die Gala als "der wichtigste ICT-Anlass der Schweiz" (inside-it.ch). Der Swiss ICT Award wird seit 2004 vergeben – feiert also sein 10-jähriges Jubiläum – und wird organisiert von swissICT, dem mitgliederstärksten Verband der ICT-Branche.

Über swissICT

swissICT ist der primäre Repräsentant des ICT-Werkplatzes Schweiz und der grösste Fachverband der Branche. swissICT vertritt die Interessen von 3‘000 ICT-Unternehmen, Anwender-Unternehmen und Einzelpersonen und engagiert sich fachlich wie politisch für die Branche: swissICT fördert den Informationsaustausch, bündelt Bedürfnisse, publiziert sowohl die wichtigste ICT-Salärumfrage als auch die ICT-Berufsbilder und verleiht den „Swiss ICT Award“. Hunderte von Experten engagieren sich bei swissICT in 17 thematischen Fachgruppen ehrenamtlich für die ICT in der Schweiz.

Weitere Informationen

Links/Kontakt zu den Preisträgern 2014

 

Belegexemplare/Veröffentlichungshinweise bitte an: marcel.gamma@anti-clutterswissict.ch